Wenn ich eine Maschine wäre, wie viele Watt hätte ich?
- Dr.Hakan Tetik
- 22. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Als ich letzte Woche mit meinem Elektrofahrzeug unterwegs war, stellte ich mir eine seltsame, aber, wie ich finde, lehrreiche Frage: „Wenn ich eine Maschine wäre, wie viele Watt hätte ich dann?“
Ich habe eine einfache Rechnung angestellt. Ein durchschnittlicher Mensch verbraucht 2000–2500 kcal Energie pro Tag. Das entspricht ungefähr 100 Watt Dauerleistung . Ein Elektrofahrzeug hingegen verbraucht durchschnittlich 8–10 kWh Energie pro Tag. Das sind etwa 400 Watt durchschnittliche Tagesleistung . Während der Fahrt kann der Verbrauch sogar 50.000 Watt überschreiten. Rein rechnerisch ist das Fahrzeug also leistungsstärker als wir. Ich glaube aber, dass es nicht um die reine Leistung geht.
Die Maschine erzeugt Energie.
Der Mensch lenkt die Energie.
Führungskraft der nächsten Generation = Führungskraft, die Watt verwalten kann
Die Führungskraft der neuen Generation ist nicht jemand, der härter arbeitet. Auch ist es nicht jemand, der mehr Energie hat. Die Führungskraft der neuen Generation ist jemand, der seine Energie strategisch dort einsetzen kann, wo sie gebraucht wird.
Viele Führungskräfte verteilen ihre 100 Watt.
Kontinuierliche Besprechung
Dauerhafte E-Mail
Kontinuierliche reaktive Entscheidungen
Doch wenn der kritische Moment kommt, kann die Anlage die 1000 Watt nicht einschalten.
Hier kann die neue Generation von Führungskräften den Unterschied ausmachen.
Es weiß, wann es langsamer fahren muss.
Es weiß, wann es beschleunigen muss.
Er setzt seine Energie nicht für jeden/alles ein, sondern für das, was am wichtigsten ist.
Eine Lehre aus der Elektromobilität
Elektrofahrzeuge können zwei Dinge gut:
Es verschwendet keine Energie.
Es erzeugt bei Bedarf sofort ein Drehmoment.
So ist die neue Generation von Führungskräften. Sie sind nicht ständig beschäftigt, aber sie sind stark, wenn es darauf ankommt. Ständige Geschäftigkeit ist keine Führung. Wahre Führung bedeutet, sich zum richtigen Zeitpunkt intensiv auf die Prioritäten zu konzentrieren.
Tatsächlich liegen die Energiefresser von Führungskräften auf der Hand: fehlende Prioritäten, Neigung zum Aufschieben, Vermeidung schwieriger Gespräche und der Versuch, alles zu kontrollieren. Energie wird jedoch nicht durch zu viel Arbeit verbraucht, sondern dadurch, dass sie an den falschen Stellen verschwendet wird.
Was sollten die drei Energieprinzipien der nächsten Generation von Führungskräften sein? :)
Klarheit = Energieeinsparung
Mut = sofortige Stromerzeugung
Fokus = konzentrierte Wirkung
Stellen Sie sich heute diese Frage:
Wofür verwendest du deine 100 Watt?
Und können Sie die 1000 Watt bei Bedarf zuschalten?



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